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Ein Auszug aus dem Schulprogramm der Lessing-Schule ist unter folgender Adresse zu finden:

Auszug aus unserem Schulprogramm


Schulentwicklung und Schulprogramm-Arbeit an der Lessing-Schule

Das Schulprogramm ist aus dem Leben und Wirken in unserer Schule nicht mehr wegzudenken und wird in der Lessing-Schule sehr bewusst wahrgenommen. Viele Interessierte, gleich ob Eltern, die ihre Kinder als Fünftklässler hier anmelden wollen oder Schüler am Ende der Mittelstufe, die in unsere gymnasiale Oberstufe einsteigen wollen oder auch Bewerber, die sich für einen Arbeitsplatz an dieser Schule interessieren, sie alle nehmen mit dem Schulprogramm Einblick in unser Schulleben. Die Ende 2006 erfolgte Auflage des Schulprogramms war inzwischen vergriffen. Grund genug das bisher Erreichte auf den Prüfstand zu stellen, aber auch gleichzeitig nach vorne zu schauen, um neu formulierte Bedürfnisse in die Schulentwicklung mit einzubeziehen.

Das heißt im Sinne von Organisationsentwicklung

1. evaluieren,

2. Ziele formulieren, die nächsten Schritte zur

3. Umsetzung dieser Ziele planen und dann auch

4. die praktische Umsetzung durchführen!

Schauen wir zurück, evaluieren wir!

Im Jahr 2006 hatte sich eine Gruppe von 10 interessierten Kolleginnen und Kollegen ein weiteres Mal an die Arbeit gemacht und aus den Schwerpunkten der Schulentwicklung viele Bereiche, die sich in unserer Schule bewusst weiterentwickeln haben zusammen getragen. Bereits an der Ausgabe von 2006 hatten schon sehr verschiedene Autoren der Schule verantwortlich mitgewirkt und ihren Wirkungsbereich dargestellt. Seit dem Spätsommer 2009 tagte die Arbeitsgruppe „Schulentwicklungsarbeit“ erneut, um die Aktualität genauer unter die Lupe zu nehmen. Inzwischen waren verschiedene verantwortliche Verfasser und Träger von Schulentwicklungsaufgaben aus dem Dienst ausgeschieden, Arbeitsschwerpunkte hatten sich verändert und neue Akzente in der Schulentwicklung, wie z.B. die Vorgaben zur Schulzeitverkürzung auf 8 Jahre und die Erhöhung des Stundenvolumens pro Woche auf bis zu 35 Stunden, d.h. „lange Schultage auch in der Sek I wurden deutlich und mussten jetzt im Schulprogramm verankert werden. In der Zeit von Oktober bis Dezember 2009 überarbeiteten zunächst die Verfasser ihre jeweiligen Kapitel des Schulprogramms und legten sie den koordinierenden Mitgliedern der AG Schulprogramm-Arbeit vor. Im Februar 2010 berieten Vertreter der Eltern, Schüler und Lehrer gemeinsam die Vorlagen und erarbeiteten Vorschläge zur Optimierung. Die Beratungsergebnisse wurden an die Berichtverfasser zurück gemeldet. Das Schulprogramm wurde in seiner überarbeiteten Fassung in der Schulkonferenz vom Juni 2010 verabschiedet.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen:

  • Über die Erprobungsstufe hinaus wird das im Jahrgang 5 begonnene Modell „ALF“ auf die Mittelstufe erweitert und mit neuen konkreten Arbeitsthemen aus dem Programm Lions Quest inhaltlich aufgefüllt und methodisch angepasst. Die Einstiegserfahrungen im Probelauf des 8. Jahrgangs waren sehr ermutigend und die Resonanz bei Eltern und Schülern war positiv.
  • In der Mittelstufe zeigte die durchgeführte Bestandsaufnahme über Unterrichts-erfahrungen zu zeitgemäßen Formen des Lehrens und Lernens, dass ein Schwerpunkt darin liegen muss, in der Weiterentwicklung des Fachunterrichts noch deutlicher auf die Erfordernisse und methodischen Akzente der Oberstufe zu achten und die Schülerinnen und Schüler in diesem Sinne besonders zu fördern. Die Etablierung der sog. „kleinen Facharbeit im Jahrgang 9 gehört u.a. dazu. In den Fachkonferenzen muss der Abstimmungsprozess dazu intensiviert und weiter fortgeführt werden.
  • Die Organisation der sog. „langen Schultage“ mit Verbesserungen in der Qualität und der Organisation der Mittagsversorgung und Übermittagsbetreuung stellt eine weitere schulorganisatorische Herausforderung dar, der sich alle Mitglieder der Schulgemeinde und die externen Kooperationspartner stellen wollen.

In vielen kleinen und auch größeren Schritten haben Eltern, Schüler und die Kolleginnen und Kollegen an einem pädagogischen Tag - es war der 1.Februar 2010 -  in arbeitsteiligen Gruppen, die Berichtsentwürfe der Verfasser beraten, Korrekturvorschläge eingebracht und an die Verfasser zurück gemeldet. Wer aber von einem pädagogischen Tag erwartet, dass am nächsten Schultag alles anders ist, überfordert sich und die Schulgemeinde. Die hier in aller Kürze skizzierten Ergebnisse erfordern zunächst einmal an vielen Stellen den nächsten “klassischen“ Schritt, nämlich die Umsetzung oder wie bei der Mittelstufe eine weitere Konkretisierung und Handlungsplanung. Welche Schritte in der Schulentwicklungsarbeit stehen für das nächste Jahr auf dem Programm? Im Schulentwicklungsprozess wird darauf zu achten sein, dass die am Schulleben beteiligten Personen ihre Aktivitäten aufeinander abstimmen und diese Abstimmungsfeinarbeit in vielen Gesprächskreisen leisten. Es ist dabei wichtig, dass für alle - Lehrer, Schüler und Eltern - erkennbar bleibt, dass sie am Schulentwicklungsprozess tatsächlich teilnehmen (können). In seinem Verständnis rückt das Schulprogramm dabei noch deutlicher von der „einmaligen Dokumentation“ ab und versteht sich als Arbeits- und Lenkungsinstrument für die Entwicklung der einzelnen Schule. Es wird damit zum Rechenschaftsbericht und zum Planungsinstrument zugleich. Dies ist ein deutliches Zeichen für die Entwicklung zu einer selbstständigen Schule der Zukunft.

Über die früher schon enthaltene Schuldarstellung hinaus erwartet der Erlass (der Erlasstitel lautet daher auch Schulprogramm-Arbeit und interne Evaluation) zukünftig eine Entwicklungsplanung der Schule.

  • Sie dokumentiert sich in der konkreten Formulierung von Entwicklungszielen, wie sie zum Teil schon in der ersten Version unseres Schulprogramms auf den letzten Seiten enthalten war.
  • Zusätzlich wird es erforderlich sein, sog. Arbeitspläne zur Zielerreichung aufzustellen. Schulübergreifende Arbeitspläne sollen für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren gelten, sie werden von Arbeitsplänen der Stufen bzw. Fachkonferenzen ergänzt und sollen konkrete Handlungsschritte enthalten.
  • Ein weiterer Bestandteil im Schulprogramm ist die Fortbildungsplanung der Schule. Die Teilnahme an Fortbildungen orientiert sich deutlich an den formulierten Entwicklungszielen der Schule und ihrer Gremien und dem dabei festgestellten Fortbildungsbedarf. ( Wer erfüllt mit wem bis wann eine bestimmte Aufgabe)
  • Schließlich ist für die Schulprogramm-Arbeit auch eine Evaluationsplanung erforderlich. Die Evaluationsmaßnahmen sollen dabei einerseits auf ein Fach bezogen werden (wie es z. B. bei den Parallelarbeiten bereits üblich war und heute Analysebestandteil der zentralen Prüfungen ist), andererseits aber auch einen fachübergreifenden Aspekt (z. B. aus der Erziehungsarbeit) enthalten. In der Evaluation soll dabei besonders zu erkennen sein, welche Konsequenzen die Schule aus den Ergebnissen zieht. In diesem Sinne wurde die Organisation der Elternsprechtage durch eine Elternbefragung evaluiert oder jährlich die Methodenfahrt der Oberstufe.

Man mag über Schulgesetze und Erlasse und ihre Haltbarkeit unterschiedlich denken, in ihren Kerngedanken enthält die Schulprogramm-Arbeit viele wichtige Elemente und Strukturmerkmale, die die Qualität von Schule und Unterricht positiv beeinflussen und das kommt ganz sicher auch unserer Lessing-Schule zugute.

Frank Saade

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. Juni 2017 um 09:12 Uhr