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Geschichte an der Lessing-Schule

Die Lessing-Schule blickt auf eine lang Tradition zurück. Im Jahr 2015 beging unsere Schule ihren 125ten Geburtstag und gedachte damit der Gründung einer privaten Höheren Knabenschule der Gemeinde Langendreer. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Schule bis hin zu einem Realprogymnasium und konnte 1917 das erste Abitur vergeben. 1937 noch als Hindenburg-Schule benannt, erhielt sie 1948 ihren heutigen Namen.

Die Tatsache, dass unsere Schule und damit auch ihre Schüler die erschütternden Ereignisse zweier Weltkriege erfahren haben, verpflichtet insbesondere das Fach Geschichte einen umfangreichen und tiefgreifenden Umgang mit der neueren Geschichte zu ermöglichen.

Vor diesem geschichtlichen Kontext versteht die Fachschaft ihren Bildungsauftrag, nämlich Geschichte als einen unverzichtbaren Beitrag zur politischen Bildung, der in dieser Schule mit ihrer heute heterogenen Schülerschaft von hoher Alltagsrelevanz ist, zu verstehen. Die Fachgruppe hat sich zur Aufgabe gemacht, ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein bei den Schülerinnen und Schülern zu  erreichen. Dies geschieht, indem die  Schülerinnen und Schüler ein Zeit-, ein Wirklichkeits- sowie ein Historizitätsbewusstsein  erhalten. Die Vermittlung von historischen Sachverhalten dient dazu, zum Verständnis für Fragen der Gegenwart beizutragen sowie den Blick auf zukünftige Entwicklungen zu erhalten. In diesem Kontext sollen die Schüler zur deutenden (Re-)Konstruktion (Synthese) von Vergangenheit und zur De-Konstruktion (Analyse) befähigt werden. Zentral ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Zeitgebundenheit und Prozesshaftigkeit historischen Handelns sowie deren langfristige Wirkungen erkennen und schließlich eine kulturelle Identität  in einem geeinten Europa entwickeln, was einhergeht mit der Fähigkeit, Sach- und Werturteile zu formulieren.

Um ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein zu vermitteln, bedarf es einer intensiven Methodenschulung. Gerade das Fach Geschichte ist ein Fach mit einem traditionell sehr entwickelten Methodenbewusstsein. Die Analyse von Medienprodukten aller Art (Texten, Bildern, Filmen, Nachrichten, öffentlichen Inszenierungen etc.) versetzt die Schülerinnen und Schüler in die Lage, auch außerhalb des Unterrichts und des direkten fachlichen Bezuges kritische Distanz zu den Einflüssen der Medien zu wahren. Der Umgang mit (oft fremdartigen und schwierigen) Texten fördert ihre Lesekompetenz; die Notwendigkeit, eigene Narrationen zu verfassen, schult sie in ihrer Ausdrucksfähigkeit und Sprachkompetenz; die ständige Herausforderung durch die Frage nach einer „Wahrheit“ zeigt ihnen die Grenzen, an die das eigene Erkenntnis- und Urteilsvermögen stößt. In diesem Zusammenhang gewinnt das Fach Geschichte besondere Bedeutung für die im Schulprogramm geforderte konsequente methodische Schulung.

Auch die Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartnern soll das historische Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler weiter entwickeln. Bochum als Universitätsstadt bietet dabei die Möglichkeit, die Universitätsbibliothek zu nutzen und weitere Kooperationen mit der Universität zu suchen. Darüber hinaus bieten zahlreiche Museen und Ausstellungen die Möglichkeit, die prägnante Entwicklung der Region während der Industrialisierung nachzuempfinden.

Die Fachgruppe besteht zurzeit aus neun Fachlehrern und Fachlehrerinnen, die aber unter-schiedlich stark im Fach Geschichte eingesetzt sind. Insgesamt gestaltet sich die Arbeit in der Fachgruppe kooperativ und zielorientiert.

Das Fach Geschichte in der Sek. II. wird überwiegend in den Räumen 212 und 213 unter-richtet, welche ebenfalls von den Fachgruppen Sozialwissenschaften und Religion genutzt werden. In Raum 212 findet sich eine umfangreiche Literatursammlung sowie eine Auswahl jüngerer Lehrwerke die nach Bedarf im Unterricht eingesetzt werden können. Als grund-legendes Lehrwerk für die Oberstufe hat sich die Fachschaft für Reihe „Zeiten und Menschen“ aus dem Schöningh Verlag entschieden. Weiterhin findet sich in Raum 212 eine Beamer/DVD Kombination für den mobilen Einsatz. In Raum 213 ist ein ActiveBoard mit Beamer und Lautsprecher installiert. Ein Internetzugang besteht durch das schulinterne WLAN.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. November 2016 um 11:19 Uhr