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Spendenlauf hilft bei Rettung vor Kindersklaverei

Der "Blechbüchsenmarsch" ist kaum in der Aula verklungen, die Schüler der fünften und sechsten Klassen des Bläserprojektes haben ihre Instrumente zur Seite gelegt, da geht Gunnar Hollmann, Sportlehrer an der Lessing-Schule, zum Rednerpult. In bewegenden Worten berichtet er von seiner ersten Begegnung mit dem Kinderhandel in Ghana am Voltasee.Vor genau einem Jahr sah er einen Beitrag von "Stern TV". Günter Jauch stellte das Projekt der Hagener Krankenschwester Bettina Landgrafe vor, die vor 10 Jahren "Madamfo Ghana" gegründet hat. Er zeigt Bilder eines kleinen ca. 5 Jahre alten Jungen, der sich von seinem harten Arbeitsplatz Fischerboot entfernt hatte, weil er etwas spielen wollte. Deshalb wurde er von seinem Chef, einem Fischer, der ihn wie viele 1000 andere Kinder am Voltasee von seinen Eltern als Kindersklave gekauft hatte, anschließend so geprügelt, dass er schwer verletzt war. Die Wunden, die traurigen Augen dieses Jungen lassen Gunnar Hollmann seither nicht mehr los. 
Er schlägt am nächsten Morgen seiner Fachschaft Sport mit Erfolg vor, die beim Sponsorenlauf der Lessing-Schule im Sommer erlaufene Summe an den Verein "Madamfo Ghana" für das Hilfsprojekt gegen den Kinderhandel zu spenden. Am Mittwochabend konnte Bettina Landgrafe den symbolischen Geldsack mit der beachtlichen Summe von 3500 € persönlich in Empfang nehmen. Sie bedankte sich in ihrem fesselnden Beitrag zu ihrer Arbeit vor Ort bei den Schülerinnen und Schülern und ihrer Lehrer für ihren Spendenlauf. Jeder einzelne von ihnen sei ein "Madamfo", ein Freund, der leidenden Kinder Ghanas geworden.