Projektarbeit Kunst PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

Aus Industrieschrott entsteht Kunst

Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 beteiligen sich am GEA-Kunstprojekt

„Kunst aus Klüngel“ – das, was sich in den Herner Hallen des weltweit produzierenden Kühltechnik-Unternehmens als Abfall findet, Metallspäne, Stanzbleche, Messingrohre, ist der Ausgangspunkt für eine vielfältige künstlerische Auseinandersetzung mit den ästhetischen Möglichkeiten des Materials. Ebenso vielfältig sind die Ergebnisse unserer Schülerinnen und Schüler: Die Klasse 9d erkundet das Material zunächst zeichnerisch, bevor es surreal in einem bühnenähnlichen Raum mit dramatischem Lichteinfall zeichnerisch „in Szene“ gesetzt wird. Ganz anders ist der Zugang zum Material in der Klasse 10c, hier entstehen haptische Reliefs: In quadratische Gipsplatten eingearbeitet werden nun die Produktionsreste zu Assemblagen, die trotz der Materialität auch gegenständliche Assoziationen aufwerfen, wenn eine Metallkrawatte oder auch eine aus einem Lüftungsrohrrest geformte Hand aus dem Gipsquader ragt. Die 10c nimmt Detailaufnahmen des Materials, sei es eine Ansammlung von Rohren in verschieden Perspektiven oder auch eine alte Platine als Ausgangsbasis für eine fragmentierte malerische Erkundung, die dann zusammengesetzt wieder zu einem ästhetisch ansprechenden Ganzen wird. Einen weiteren photografischen Zugang wählt die Klasse 10c, hier wird das Material jedoch digital weiter verarbeitet und in neue Kontexte gesetzt: Da gleitet ein Surfer auf einem Wellenkamm von Sägespänen dahin, da deckt sich eine Schülerin mit einer Decke aus Stanzabfällen zu, auch schlängeln sich Metallwürmer plötzlich durch den Kunstgang und drohen Schüler zu verschlingen.Jährlich finden in den Räumlichkeiten der Rotunde, der Hauptverwaltung, renommierte Kunstausstellungen statt. Neu ist, dass in diesem Jahr erstmalig Schülerinnen und Schüler der Lessing-Schule, der Goethe-Schule und des Otto-Hahn-Gymnasiums im Rahmen der Ausstellung „Family&Friends“ vertreten sind. Sie bestücken den Konferenzsaal „Bochum“, den zentralen Tagungssaal des Unternehmens vom 4. Juli bis 27. August.

Britta Meier


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 10. Mai 2017 um 13:37 Uhr